Auch habe das Gericht eine Untersuchung angeordnet, um das Alter der jungen Christin festzustellen. Das weltweite päpstliche Hilfswerk KIRCHE IN NOT trägt die Anwaltskosten für Arzoo und unterstützt ihre Familie.
Der 44-jährige Ali Azhaar, der das Mädchen mutmaßlich am 13. Oktober verschleppt, zur Konversion gezwungen und geheiratet hatte, sei mittlerweile in Arrest genommen worden, teilten die pakistanischen Quellen mit. Auch zwei Brüder und ein Freund des Beschuldigten befänden sich wegen mutmaßlicher Beihilfe in Haft. Eine weitere gerichtliche Anhörung ist für den 5. November angesetzt.
„Wir freuen uns sehr über diese glückliche und schnelle Entwicklung im Fall Arzoo Raja“, erklärte Regina Lynch, Projektdirektorin von KIRCHE IN NOT International. „Die jüngste Entscheidung ist ein Erfolg für den pakistanischen Rechtsstaat und für die vielen Menschen aus allen religiösen Gruppen, die sich gegen Zwangsverheiratung einsetzen.
Wir hoffen und vertrauen darauf, dass auch bei anstehenden Verhandlungen das Recht und die Gerechtigkeit siegen werden. Vor allem kommt es jetzt darauf an, dass das traumatisierte Mädchen gut betreut wird. KIRCHE IN NOT hilft, wo wir können.“
Menschenrechtsorganisationen zufolge werden in Pakistan jedes Jahr rund 1000 christliche und hinduistische Frauen und Mädchen verschleppt und zwangsverheiratet. Seit 2014 gibt es in Pakistan ein Gesetz zur Beschränkung der Kinderheirat, auf dessen Basis Angehörige und Betroffene gegen derartige Vorfälle gerichtlich vorgehen können.
Um notleidenden und bedrängten Christen in Pakistan weiter helfen zu können, bittet KIRCHE IN NOT um Spenden – online unter: www.spendenhut.de oder auf folgendes Konto:
Empfänger: KIRCHE IN NOT
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IBAN: DE63 7509 0300 0002 1520 02
BIC: GENODEF1M05
Verwendungszweck: Pakistan
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