KIRCHE IN NOT hat unter seinen Projektpartnern in 140 Ländern viele Zeugnisse zusammengetragen, wie Sankt Josef weltkirchlich verehrt wird und mit welchem Vertrauen sich Gläubige an den Schutzpatron der Kirche wenden.
Seine Sicht auf den Nährvater Jesu ist, wie auch bei Projektpartnern in anderen Weltregionen, stark von den Nöten und Besonderheiten seines Landes geprägt: „Ich sehe den heiligen Josef als verantwortungsbewussten Mann, der für das Leben des Kindes und der Mutter sorgte. Deshalb musste er die Mühen der Flucht ertragen: Unannehmlichkeiten, Müdigkeit, Gefahren. Aber er hat dadurch das Leben des Jesuskindes gerettet“, erklärt Leiva.
Den Bischof erinnert das sehr an das „menschliche Drama“, das tausende Migranten aus Mittel- und Südamerika erleben, die auf der Suche nach Sicherheit und einem besseren Leben ihre Heimat verlassen. „Einige kämpfen buchstäblich darum, ihr Leben zu retten, wie Josef und Maria mit dem Jesuskind auf dem Arm“, beschreibt der Bischof die Situation.
Dort wurde im Jahr 1848 das Priesterseminar San José gegründet. Die dort ausgebildeten Geistlichen gründeten eine gleichnamige Pfarrei. Jahre später wurde zwar das Seminar geschlossen, „aber die Verehrung des heiligen Josef bleibt erhalten, und die Pfarrei festigte sich“, erzählt Rektor Zenildo Lima.
Er leitet das heutige Priesterseminar der Erzdiözese Manaus, das „Kirche in Not“ unterstützt. Auch die heutige Ausbildungsstätte ist wieder dem heiligen Josef geweiht.
So wie seine eigene: Im Dezember 2016 erkrankte der Priester an einer schweren Lungenentzündung. Mehrere Stunden schwankte er zwischen Leben und Tod. Schließlich konnte er das Krankenhaus verlassen. Der Seminar-Rektor erzählt: „Als meine damals 78-jährige Mutter mich sah, rannte sie auf mich zu, umarmte mich und flüsterte mir ins Ohr: ,Ich habe mich eindringlich an den heiligen Josef gewandt, um dich nicht zu verlieren.‘“
Phokoso ist überzeugt davon, dass ihm der heilige Josef auf seinem Weg zum Priesterberuf geholfen hat – und noch immer hilft. „Er ist mein liebender Vater, der nicht müde wird, meine Bitten zu erfüllen – zum Beispiel eine gute Predigt zu halten, ein guter Diener Gottes zu sein und vieles mehr. Es ist wie eine Beziehung zwischen Vater und Sohn.“
Ein Gläubiger habe sich von schweren Bisswunden erholt, nachdem seine Familie zum heiligen Josef gebetet habe, berichtet der Priester. KIRCHE IN NOT hat die Sanierung des Dachs seiner Pfarrkirche St. Josef unterstützt.
Das Josefsjahr, das von Dezember 2020 bis Dezember 2021 dauert, steht unter unter den Folgen der Corona-Krise. Das beschäftigt auch Ernest Adwok, den Pfarrer der Josefs-Kathedrale in Malakal im Südsudan. „Wir befinden uns in einem Lockdown und können deshalb nur wenige Aktivitäten in diesem Jahr anbieten. Wir hoffen, dass auf die Fürsprache des heiligen Josef die ganze Welt von der Pandemie befreit wird. Wenn wir auf Gott vertrauen, kann jede Veränderung eintreten“, schreibt Adwok an KIRCHE IN NOT.
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